Der Absinth ist ein Getränk, welches auf eine lange und sehr abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken kann, die im 18. Jahrhundert begann und bis heute andauert. Erfunden wurde der Absinth in der Schweiz, genauer im Val-de-Travers. Hier gab es den Grundstoff für den Absinth in großen Mengen - den Wermut.
Es ist bekannt, dass schon vor dem eigentlichen Absinth die Weine der Region mit Wermut versetzt wurden. Das ursprüngliche Rezept wurde dann von einer Familie entwickelt und später dann von einem Major aufgekauft, der dann kurz darauf mit der industriellen Produktion begann und schon nach wenigen Jahren das französische Militär in Algerien beliefern durfte. Dort wurde der Absinth als Medizin eingesetzt und als dann die Soldaten in die Heimat entlassen wurden, wollten sie auf ihre Medizin natürlich nicht verzichten. So wurde der Absinth dann in ganz Frankreich bekannt und es begann sich einzubürgern, dass man jeden Abend auf ein Gläschen Absinth zusammenkam.
Schnell wurde ein richtiger Kult in diesem Umfeld entwickelt und immer mehr Menschen begannen damit. Nur wenige Jahrzehnte nach der Erfindung des Absinths wurde dieser so populär, dass bald schon über 200 Millionen Liter im Jahr getrunken wurden. Die Schattenseite dieser Entwicklung war jedoch, dass viele Menschen in die Abhängigkeit gerieten und es zu schweren gesellschaftlichen und sozialen Folgen kam. Daraufhin wurde der Absinth zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den meisten Staaten verboten und dies wurde über viele Jahrzehnte aufrecht erhalten.
Heute ist der Absinth wieder zurück in der Gesellschaft und darüberhinaus auch noch sehr erfolgreich. Obwohl der Absinth seit über einer Generation verboten war, wurde er in den 90er Jahren wieder von vielen jungen Erwachsenen angenommen und es konnte sich auch in einigen Ländern wieder eine Szene um den Absinth etablieren.