In Europa ist der Absinth zu Hause. Auf unserem Kontinent entstand der Absinth und von hier aus konnte er sich dann auch über die ganze Welt verbreiten. Am populärsten blieb der Absinth jedoch in Europa und hier konnte sich dann auch in fast jedem Land eine lebhafte Szene entwickeln.
Die beiden wichtigsten Länder in diesem Zusammenhang waren das Ursprungsland Schweiz und natürlich Frankreich, wo der Absinth eine sehr weite Verbreitung erfuhr. Die Schweiz ist das unumstrittene Heimatland des Absinths und auch die Menschen hier sind stolz auf ihr nationales Produkt. In der Schweiz gab es damals riesige Wermutfelder, auf denen dieses Kraut kultiviert wurde. Doch auch hier wurde der Absinth zu Beginn des 20. Jahrhunderts verboten. Die Schweizer wussten sich jedoch zu helfen und die Brennereien lebten im Untergrund weiter.
Viele Menschen in der Schweiz blieben dem Absinth treu und nutzten jede Gelegenheit sich ein Gläschen zu gönnen. In Frankreich entstand die größte Szene Europas. Nirgends gab es so viele Menschen, die den Absinth verehrten und ihn regelmäßig genossen. In ihren besten Jahren tranken die Franzosen alleine über 200 Millionen Liter Absinth. Gerade wegen diesem gigantischen Konsum kam es dann in Frankreich auch zu den krassesten sozialen Folgen. Auch hier folgte dann ein Verbot, das für über eine Generation in Kraft blieb.
In den 90er Jahren konnte sich dann am besten Tschechien auf dem Markt für Absinth behaupten, weil man hier sehr schnell an die traditionellen Werte anknüpfte. In Deutschland wurden eher die milderen Absinths genossen, während gerade die Südeuropäer einen kräftigeren Absinth bevorzugten.