Das Thujon ist ein spezieller Stoff, der im Absinth vorkommt und dem ganz besondere Wirkungen zugesprochen werden. Je nach Absinth kann dieser mehr oder weniger davon enthalten und mittlerweile gibt es in der EU auch eine Vorschrift, wie viel Thujon höchstens enthalten sein darf.
Immer mehr Menschen sind heute der Meinung, dass gerade dieser Stoff für viele Nebenwirkungen des Absinths verantwortlich ist, doch nach neusten Studien kann diese Vermutung nicht belegt werden. Das Thujon kommt über den Wermut in den Absinth. Hier ist dieser Stoff in den verschiedenen ätherischen Ölen enthalten, die in diesen Pflanzen vorkommen. Wenn man nun den Absinth herstellt, wird auch das Thujon herausgelöst und so gelangt es dann in das Destillat. Rein chemisch betrachtet gehört das Thujon zu den Nervengiften, doch in geringen Mengen ist es für den Körper nicht schädlich. Bei höheren Dosen kann es jedoch zu verschiedenen Nebeneffekten kommen, die dann zu Verwirrtheit und auch zu epileptischen Krämpfen führen können.
Weitere Symptome sind Schwindel, Halluzinationen und Wahnvorstellungen, die damals das Bild des Absinths entscheidend mitgeprägt haben. Derzeit ist man in der Wissenschaft noch am diskutieren, welchen Einfluss das Thujon auf die anregende und erregende Wirkung des Absinths hat und ob der Alkohol hier einen Einfluss hat. Oftmals hört man auch Stimmen, die behaupten, dass der Absinth im 19. Jahrhundert einen höheren Thujongehalt hatte. Dem ist jedoch nach neusten Erkenntnissen nicht so.
Man hat verschiedene Absinths aus dieser Zeit untersucht und festgestellt, dass die meisten damaligen Absinths sogar weit weniger Thujon beinhalteten als unsere Produkte heute. Der Absinth lebt heute immer noch von den Gerüchten und Wahrheiten des Thujons.