Der Wermut ist der wichtigste Grundstoff des Absinths und er hat sehr viel zum Mythos dieses Getränks beigetragen. Der Wermut ist uns Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt und sehr viel älter als der Absinth. Schon damals wurden ihm die verschiedensten Heilwirkungen nachgesagt und dank seiner Bitterstoffe ist der Wermut auch sehr gut bei Magenbeschwerden und bei Verdauungsproblemen anzuwenden.
Früher wurde dieses Kraut auch dazu eingesetzt Parasiten zu bekämpfen. Dank dem Wermut wurde der Absinth zu Beginn auch als medizinisches Produkt hergestellt und so erreichte er dann auch seine Popularität. Das Wermutkraut ist mitverantwortlich für den Geschmack des Absinths und einige Inhaltsstoffe. Das Wermutkraut besitzt einen relativ hohen Anteil an Thujon, welches dann während der Herstellung auch in den Absinth übergeht. Das wichtigste bei diesem Prozess ist jedoch, dass die Geschmackstoffe ebenfalls herausgelöst werden, da der Wermut aber besonders bitter ist, versucht man den Absinth mit verschiedenen weiteren Kräutern ein wenig aromatischer zu machen.
Sehr häufig kommt hier dann Anis und auch Fenchel zum Einsatz. Der Wermut ist zudem eine sehr widerstandsfähige Pflanze, die auf karge Böden angewiesen ist. Aus diesem Grund entstand der Absinth auch in der Schweiz, weil sich hier ein perfekter Lebensraum für dieses Kraut befindet. Aber auch in vielen anderen Regionen der Erde kann man den Wermut antreffen. Man findet ihn in Nordamerika, in Europa und in weiten Teilen Asiens. Wegen dieser sehr weiten Verbreitung des Grundstoffs konnte sich dann auch der Absinth auf der ganzen Welt verbreiten. Wenn man einmal die Gelegenheit hat, einen solch exotischen Absinth probieren zu dürfen, sollte man dieses Geschmackserlebnis nicht ausschlagen.